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Klassische Musik und Oper von Classissima

Giuseppe Verdi

Dienstag 22. August 2017


nmz - neue musikzeitung

13. August

Muti und die Musik, die Macht und andere Metaphern – Aida in Salzburg

nmz - neue musikzeitungGiuseppe Verdis „Aida“ gehört zum kernigsten Kern-Repertoire des Opernbetriebs. Manches Sommerspektakel in vormals antiken Arenen oder anderen touristisch erschlossenen Steinbrüchen täte sich weit schwerer, wenn es dieses Werk von 1870/71 nicht gäbe. Auch die Salzburger Festspiele wollen an der großen musikalischen und ökonomischen Zugkraft der „Aida“ teilhaben. Sie machen daher der Arena di Verona und künstlerisch vergleichbar wertvollen Institutionen Konkurrenz. Intendant Hinterhäuser sorgte für maximale Attraktion im Großen Vorderhaus, indem er mit Riccardo Muti einen der renommiertesten Verdi-Dirigenten verpflichtete, dazu top-teures Sänger-Personal und mit Shirin Nashat eine in der interkulturellen FotografInnen- und -FilmerInnen-Szene absolut angesagte Regisseurin. Der Erfolg gibt ihm recht. Hauptbild:  Weiterlesen

musik heute

6. August

Anna Netrebko debütiert in Salzburg als Aida

Salzburg/Berlin (MH) – Anna Netrebko erstmals als Aida: Bei den Salzburger Festspielen gibt die russische Sopranistin am (heutigen) Sonntag ihr Rollendebüt in der Titelpartie der Oper von Giuseppe Verdi. An ihrer Seite singt der italienische [...] The post Anna Netrebko debütiert in Salzburg als Aida appeared first on MUSIK HEUTE .




Crescendo

10. Juli

Axelrods Weinkolumne: Beethoven als Bacchus - Weinkolumne

Wein rein, Musik raus: Die zwei „großen B“, Beethoven und Brahms, waren alles andere als Trunkverächter – bis zum gesundheitlichen Supergau. „Musik ist der Wein, der zu neuen Erzeugungen begeistert, und ich bin der Bacchus, der für die Menschen diesen herrlichen Wein keltert und sie geistestrunken macht“, schreibt Ludwig van Beethoven. Ein rotwangiger, pummeliger und geselliger Beethoven entspricht nicht unserer Vorstellung vom großen deutschen Romantiker, den wir uns lieber als Tragiker mit zerfurchter Stirn denn als Komiker vorstellen. Beethovens Familienerfahrung mit dem Trinken war tatsächlich eher tragisch: Die meisten Historiker gehen davon aus, dass sein Vater schwerer Alkoholiker war. Nach dem Tod seiner Mutter – Beethoven war 17 – begann er selbst, große Mengen Wein zu trinken. Dann setzten die ersten Symptome seines Gehörverlusts ein und wurden immer schlimmer, mit 27 war sein Zustand bereits dramatisch. Man sagt, dass er den Schmerz jede Nacht mit drei Flaschen Frankenwein betäubte. Kein Wunder, dass seine Manuskripte kaum lesbar sind. Außerdem traf er sich regelmäßig zum Trinken mit Freunden im Wirtshaus „Zum Weißen Schwan“ in Wien. An den Cellisten Nikolaus Zmenkall schreibt er: „Lass uns heute Abend um sieben im Schwan treffen und mehr von deren grässlichem Rotwein trinken.“ Dort gab es offenbar einen sehr säurehaltigen, billigen Wein aus regionalen Trauben vom Fuße des Wiener Kahlenbergs. Heute werden dort auschließlich internationale Sorten (Pinot Noir, Cabernet Sauvignon) und Hybride wie Blauer Zweigelt, Blauburgunder und St. Laurent angebaut. Bei Beethoven fragt man sich schon, welchen Einfluss der Alkohol auf seine Musik hatte, seine Gesundheit beeinträchtigte er in jedem Fall massiv. „Schade, schade, zu spät!“, sollen seine letzten Worte auf dem Sterbebett gewesen sein – gerade wollte man ihm zwölf Flaschen exzellenten Wein kredenzen! Forscher des Argonne National Laboratory in Illinois konnten nachweisen, dass es der Wein war, der den Komponisten am 26. März 1827 niederstreckte: Vor drei Jahren bewies eine umfangreiche Analyse von Haarproben und der Röntgenaufnahmen von Beethovens Schädel, dass der Komponistengigant an einer Bleivergiftung gestorben ist. Das Killer-Blei kam sicher nicht vom Kauen auf Bleistiften, sondern von der Tasse, aus der Beethoven trank, und vom Wein selbst, der damals oft mit Blei gesüßt wurde. Wie groß der Schaden war, den das anrichten konnte, war noch unbekannt. Beethoven war nicht der erste Weinliebhaber der Musikgeschichte. Auch Brahms hatte ein ausgeprägtes Trinkverhalten. Seine Jugendjahre verbrachte er in Hamburgs Hafenbordellen, was sicher Einfluss auf seine späteren Trinkgewohnheiten nahm. Einmal wurde Brahms zum Abendessen eingeladen, und der Gastgeber, ein Weinkenner, entkorkte eine seiner besten Flaschen mit den Worten: „Das ist der Brahms unter meinen Weinen!“ Nachdem der Genannte einen Schluck probiert hatte, gab er zurück: „Dann würde ich jetzt gern den Beethoven probieren.“ Ganz im Sinne dieser beiden Säufer-Titanen würde ich Ihnen gerne den „Beethoven“ aus meinem Weinkeller vorstellen, der alles musikalische und kulinarische Elitedenken mit einem Schluck wegfegt. Schon das Etikett wird Sie zum Lachen bringen: „The Fat bastard“, ein preisgekrönter Cabernet Sauvignon aus dem französischen Languedoc-Roussillon. Er ist reich und komplex mit vielen Gewürznoten und deutlich tanninreich – perfekt zum Gulasch in einer Wiener Kellerschenke oder mit einem zünftigen Würstchen à la Brahms. Der Name des Weins ist angeblich so entstanden: Als Winzer Thierry Boudinaud das Ergebnis seines neusten Experiments degustierte, soll er ausgerufen haben: „Was für ein fetter Bastard!“ Eben ein außergewöhnlich reichhaltiger und voller Wein. Der Bacchus unter den Weinen. Ja, vielleicht der Beethoven unter den Weinen! John Axelrod John Axelrod ist Musical Director des Real Orquesta Sinfónica de Sevilla und erster Gastdirigent des Orchestra Sinfonica di Milano „Giuseppe Verdi“. Nebenbei schreibt er Bücher und sorgt sich um das Wohl des crescendo-Lesergaumens. Gerade hat er einen neuen englischsprachigen Blog zum Thema Wein und Musik begonnen: www.IamBacchus.com . Den Wein „Fat bastard“ können Sie bei verschiedenen französischen und britischen Händlern bestellen oder direkt unter: www.fatbastard.com .



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