Klassische Musik online - Aktuelles, Konzerte, Biographien, Musik & Videos im Netz.

Klassische Musik und Oper von Classissima

Giuseppe Verdi

Mittwoch 25. Mai 2016


nmz - KIZ-Nachrichten

13. Mai

Konzert im Einkaufszentrum - Tausend Hobbymusiker mit Dirigent Nagano

nmz - KIZ-Nachrichten Berlin - Flashmob mit Verdi: Rund tausend Hobbymusiker wollen sich an Pfingstmontag (13.00 Uhr) zum Musizieren in einem Berliner Einkaufszentrum treffen. Unter Leitung des Dirigenten Kent Nagano sollen das Spontan-Orchester sowie Amateursänger zwei Sätze aus George Bizets Suite «L’Arlesiénne» sowie je eine Chor-Stück von Wagner und Verdi in der «Mall of Berlin» am Leipziger Platz aufführen. Das teilte das Deutsche Symphonie-Orchester (DSO) mit. Nagano ist DSO-Ehrendirigent. Auf der Website www.symphonic-mob.de können sich alle eintragen, die noch mitmachen wollen. Auch Kurzentschlossene seien am Montag am Leipziger Platz willkommen. Es gebe bereits mehr als 800 Anmeldungen, teilte das DSO weiter mit.

nmz - neue musikzeitung

13. Mai

Konzert im Einkaufszentrum - Tausend Hobbymusiker mit Dirigent Nagano

Berlin - Flashmob mit Verdi: Rund tausend Hobbymusiker wollen sich an Pfingstmontag (13.00 Uhr) zum Musizieren in einem Berliner Einkaufszentrum treffen. Unter Leitung des Dirigenten Kent Nagano sollen das Spontan-Orchester sowie Amateursänger zwei Sätze aus George Bizets Suite «L’Arlesiénne» sowie je eine Chor-Stück von Wagner und Verdi in der «Mall of Berlin» am Leipziger Platz aufführen. Das teilte das Deutsche Symphonie-Orchester (DSO) mit. Nagano ist DSO-Ehrendirigent. Auf der Website www.symphonic-mob.de können sich alle eintragen, die noch mitmachen wollen. Auch Kurzentschlossene seien am Montag am Leipziger Platz willkommen. Es gebe bereits mehr als 800 Anmeldungen, teilte das DSO weiter mit.






Crescendo

1. März

Eklat in der Kölner Philharmonie - Kölner Publikum beschimpft Musiker – ein Skandal!

In Köln wird ein Konzert abgebrochen, weil dem Publikum die Musik zu radikal ist. Ein Musiker wird mit den Worten „Reden Sie gefälligst Deutsch“ beschimpft. Dieses Benehmen ist das Ende der wahren deutschen Kultur. Ein Kommentar Von Axel Brüggemann In der Kolumne letzte Woche ging es um eine Studie des Bonner Theaters . Das Ergebnis: So links wie viele Künstler, so rechts ist ihr Publikum. Heute dann die Nachricht aus der Nachbarstadt Köln: Ein Konzert des „Concerto Köln“ in der Philharmonie wurde vom Publikum massiv gestört. Neben Werken von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach stand auch Neue Musik von Fred Frith, Henry Mikolaj und Steve Reich auf dem Programm. Bei dessen Stück „Piano Phase“ (von 1967!!!) kam es zum Tumult: das Publikum wurde unruhig, begann zu lachen, zu pfeifen, zu rufen – so aggressiv und laut, dass das Ensemble sich nach einigen Minuten gezwungen sah, das Konzert abzubrechen. Der Eklat hatte sich bereits angekündigt, als der Cembalist Mahan Esfahani zuvor auf Englisch in das Werk einführte und Zwischenrufer ihn ankeiften: „Reden Sie doch gefälligst Deutsch!“ Auch sein späterer Versuch, in Dialog zu kommen und das Publikum zu fragen „Wovor haben Sie Angst?“ ging schief: die Kölner Nicht-Zuhörer hatten kein Interesse an einer Debatte. Sie wollten den Tumult! Streit oder Provokation? Grundsätzlich ist es ja gut, wenn Musik seine Zuhörer verstört. Was wäre die Musikgeschichte ohne die Eklats zu Mahlers Erster Sinfonie, ohne das Publikum, das sich bei der Uraufführung von Zimmermanns „Soldaten“ die Ohren zuhielt? Ja, mehr noch: Es ist wahre Kunst, das Unhörbare und das Unerhörte hörbar zu machen. Logisch, dass es dabei auch zur Konfrontation kommt – immer und überall. Das Konzert in Köln aber, wenn man liest, was Anwesende berichten, hat nichts mit Provokationskunst des Klanges zu tun. Die Philharmonie wurde zu einem Ventil der gefährlichen Bürgerlichkeit, jener Biedermeier, die nur einen Anlass zur Brandstifterei suchen. Und, ja, in Köln hat sich das Kulturbürgertum nun selber demaskiert – es hat bewiesen, dass die Angst des Bonner Theaters vor seinen eigenen Zuschauern durchaus Berechtigung hat. Was besonders verstört, ist dass es in Deutschland inzwischen ein Klima gibt, in dem es schon lange nicht mehr um die Auseinandersetzungen zu gehen scheint, nicht um das Zuhören. Wer Angela Merkel bei Anne Will gesehen hat, wird sich an den Satz der Kanzlerin erinnern. „Ich rede mit jedem, der zuhören will“, hat sie da gesagt, „habe allerdings den Eindruck, dass es inzwischen viele gibt, die gar nicht mehr zuhören wollen.“ Und trotzdem versucht sie, weiter zu erklären. Kulturelle Penisvergrößerung Wie groß die Untugend des Nicht-Zuhören-Wollens ist, hat sich nun auch dort gezeigt, wo man eigentlich zum Ohrenaufsperren hingeht: im Konzert. An einem Ort, der dazu gedacht ist, neue Eindrücke zu gewinnen, der einer Kunst gewidmet ist, in der das immer Gleiche (das klassische Repertoire) jeden Abend aufs Neue kritisch befragt und interpretiert wird, an dem das Fremde, das Überraschende und das Verstörende zur Regel gehören. Das Kölner Konzert hat nun gezeigt, dass diese Aufgabe der Kultur von vielen Menschen gar nicht mehr gewollt wird. Dass es ein erschreckend großes Publikum gibt, das – im Jargon des AfD-Programms – jenen Kitsch Kultur nennt, der lediglich der Selbstbestätigung dient, dessen Aufgabe es sein soll, die nationale Identität zu bestätigen und zu stärken, in dem sich die Dummen durch die Genies des Landes erhöht fühlen. Es gibt tatsächlich immer mehr Menschen, die das Konzert als eine Art musikalische Penisvergrößerung verstehen, die allein deshalb auf dicke Hose machen, weil sie zufällig aus dem gleichen Land wie Bach, Beethoven oder Wagner kommen. Und die zum Verbal-Krieg rüsten, sobald die Musik eines unangefochtenen, ausländischen Titans wie Steve Reich erklingt. Menschen, die es nicht mehr ertragen, wenn – oh, Untergang des Abendlandes! – internationale Künstler Englisch sprechen. Menschen, die Künstler beleidigen und anschreien sind jene Menschen, die Ausländerkindern mit besoffenem Atem „Wir sind das Volk“ entgegenkeifen. Bislang haben wir sie eher mit dem Horst Wessel Lied in Verbindung gebracht, nun ziehen sie auch Beethoven und Co. in den Schmutz. In den letzten Wochen haben wir uns oft über unser Land gewundert: Als Asylbewerber in Köln in der Silvesternacht jede Grenze eines menschenwürdigen Staates überschritten haben, aber auch über den Ausbruch von tief verborgenen Ängsten in Form von Hass in den vielen deutschen Städten, wo Asylbewerber beschimpft und bedroht wurden. Und, ja, aus irgendeinem Grund haben wir geglaubt, dass unsere Kulturinstitutionen immun vor derartiger Engstirnigkeit sind. Dass die Straße spätestens am Ticketschalter der Philharmonie endet. Dass wenigstens die Kultur nicht zum Kampfgebiet wird, sondern eine der wenigen Institutionen bleibt, in denen Lösungen debattiert werden, in denen Räum zum Zuhören geöffnet werden, eine letzte Bastion des Miteinanders. Aber die Umfrage in Bonn und das Publikum in Köln zeigen nun: das sind sie nicht! Die Dammdeutschen dürfen nicht das Deutsche definieren Im Gegenteil: Der Kulturkonsum in Deutschland ist oft kein Konsum der Inspiration mehr, sondern Konsum des Bekannten und ein Baden in Vorurteilen. Es ist so weit, dass auch die Kulturinstitutionen unseres Landes zu Kampffeldern ernannt wurden. Die Wutbürger wollen ihren Bach, ihren Beethoven, ihren Wagner hören, so wie sie ihr Schnitzel und ihre dicke braune Sauce spachteln und beim Anblick eines Sushis „Ihhhh!“ schreien. Ihnen ist es Wurst, dass kein deutscher Komponist nur als Deutscher komponiert hat, dass nicht einmal Wagners Werke (welche die AfD wahrscheinlich als Kunstwerke versteht, die uns unsere deutsche Tradition bewusst werden lassen) allein aus Deutschland entstanden sind, dass Wagner bei den Franzosen, bei Auber und dem Exildeutschen Meyerbeer geklaut hat, beim Italiener Verdi und bei Rossini, dass es, verdammt, keine deutsche Kunst gibt, die allein aus deutscher Über-Deutschheit geboren wurde! Die Frage ist, was wir nun aus den Vorfällen während des Kölner Konzertes machen? Es wird langsam schwer, immer weiter auf Dialog zu setzen. Und doch: Der Dialog ist die einzige Lösung. Denn wer in Konzerte geht, weil er die Musik liebt, weiß, dass gerade diese Kunst nur dann funktioniert, wenn jeder auf jeden hört, wenn man gemeinsam über Interpretationen streitet – und am Ende zusammen ein Werk interpretiert. Daniel Barenboim zeigt das mit seinem West-Eastern-Divan Orchester. Auch hier geht es ihm nicht darum, dass alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, sondern darum, dass gestritten wird, „nur wenn wir dann Beethoven spielen“, sagt Barenboim, „dann müssen wir uns, wohl oder übel, für eine gemeinsame Interpretation entscheiden.“ Und darum muss es in Zukunft auch an deutschen Bühne und in deutschen Konzerthäusern gehen: Beethoven, Bach und Reich gehören niemandem – sie stehen jeden Abend aufs Neue im Raum, um uns das Zuhören zu lehren. Weiter reden, weiter zuhören! Es wäre falsch, die vermeintlichen Bildungsbürger, die in Köln als verbale Brandstifter aufgetreten sind, auszusperren. Niemand braucht Kultur so sehr wie sie! Und, ja, wir müssen weiterhin versuchen, ihnen unsere Sicht der Kunst zu erklären. Wenn sie es auf Englisch nicht verstehen, dann eben auf Deutsch! Dass es viele Menschen gibt, die gar nicht mehr zuhören wollen, entlässt weder Angela Merkel noch uns Kulturschaffenden aus der Verantwortung, weiter zu erklären. Und, nein, niemandem ist geholfen, wenn der eine seine Ohren verschließt, die eigenen auch zu verschließen. Es ist richtig, dass Kölns Intendant Louwrens Langevoort angekündigt hat, das Ensemble noch einmal mit Steve Reich einzuladen. Um jedem Kölner die Möglichkeit zu geben, zuzuhören, wenn das Neue, das Andere erklingt. Denn eines darf nicht und niemals passieren: Dass die Dummdeutschen uns sagen, welche Musik zu unserer Kultur gehört. Jedem steht es frei für jedes Konzert Karten zu kaufen oder eben nicht. Und, ja, selbst aufgeregter Protest gehört zum Kulturleben. Der aber kann nur dann ernsthaft ausgedrückt werden, wenn man zuvor wenigstens versucht, zuzuhören. Sollten die Bürger, die ihre Ohren zuhalten und ihre Mäuler aufreißen in Zukunft bestimmen, was an deutschen Philharmonien gespielt wird, und welche Musik auf der Müllhade des Entarteten landet, erreichen sie damit nur eines: Das Ende jener Kulturnation, die Deutschland gerade deshalb geworden ist, weil seine Künstler immer wieder in die Welt gezogen sind, um mit offenen Ohren und offenen Augen neue Eindrücke in unsere Museen, Theater und Konzerthäuser zu bringen. Deutschland ist jene Kulturnation, die sie ist, weil sie seit Jahrhunderten so undeutsch gedacht hat – ihr eigentlicher Kern ist eben nicht die Selbstbestätigung, sondern die Öffnung in die Welt.

Klassische Musik und Oper von Classissima



[+] Weitere Nachrichten (Giuseppe Verdi)
13. Mai
nmz - KIZ-Nachric...
13. Mai
nmz - neue musikz...
14. Apr
nmz - neue musikz...
6. Apr
musik heute
1. Mär
Crescendo
24. Jan
nmz - neue musikz...
11. Jan
schott-musik.de -...
8. Jan
Crescendo
5. Jan
nmz - KIZ-Nachric...
5. Jan
nmz - neue musikz...
21. Dez
nmz - neue musikz...
15. Dez
nmz - neue musikz...
7. Dez
musik heute
5. Dez
nmz - KIZ-Nachric...
5. Dez
nmz - neue musikz...
4. Dez
musik heute
3. Dez
nmz - KIZ-Nachric...
3. Dez
nmz - neue musikz...
28. Okt
Crescendo
28. Okt
Brilliant Classic...

Giuseppe Verdi




Verdi im Netz...



Giuseppe Verdi »

Große Komponisten der klassischen Musik

Opern Aida Traviata Rigoletto Nabucco

Seit Januar 2009 erleichtert Classissima den Zugang zu klassischer Musik und erweitert deren Zuhörerkreis.
Mit innovativen Servicedienstleistungen begleitet Classissima Neulinge und Musikliebhaber im Internet.


Große Dirigenten, Große Künstler, Große Opernsänger
 
Große Komponisten der klassischen Musik
Bach
Beethoven
Brahms
Debussy
Dvorak
Handel
Mendelsohn
Mozart
Ravel
Schubert
Tschaikowski
Verdi
Vivaldi
Wagner
[...]


browsen Zehn Jahrhunderte der klassischen Musik...